Ich erzähle dir von jenem vertrauten Gefühl, fremd zu sein. Nicht immer hat es mit einem Ort zu tun. Es setzt sich fest in unseren Betten, es nistet sich ein unter unserer Haut, in unseren Herzen. Wir „Fremde“ haben eine Erklärung dafür. Wir sind Ausländer. „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!!“ Wir leben hier und werden dem Ausland zugeordnet. Immerzu bewegen wir uns an der Grenze zwischen hier und dort. Wir ersticken im Hier, wir ersticken im Dort. Die Befreiung heißt reisen. Von hier nach dort, von dort nach hier. In Flugzeugen und Zügen und Gedanken reisen wir. Um zu atmen.

women deserve better, women deserve choice

Posted: February 28th, 2015 | Author: | Filed under: diskriminierung, General, kunst + kultur, sexism | Comments Off on women deserve better, women deserve choice


Selbstmitleidsscheiße

Posted: February 3rd, 2015 | Author: | Filed under: ableism, diskriminierung, General, lookism | Comments Off on Selbstmitleidsscheiße

von philmarie theatdaggres

Ich bedauere mich eigentlich nur selber, weil ich, je gravierender meine Behinderung wirkt, immer häufiger mit der unausrottbaren Dummheit der Menschen konfrontiert werde. Vor Kurzem wurde beispielsweise mal, die Polizei, ein anderes mal die Rettung gerufen, weil ich mir beim Ausgehen in den Bögen nicht helfen lassen wollte. Oder eine Person hat mir neulich, natürlich unmittelbar vor Weihnachten, einen 50er gegeben, weil ich auf seine Frage, ob er mir eine Spende geben könne, geantwortet habe, dass ich nicht weniger wie 50€ nehmen würde.

Aber manchmal kommt es mir eben trotzdem so vor, als wäre ich nicht nur mit einer leichten sozialen Störung ausgestattet, sondern zu herkömmlichem zwischenmenschlichem Kontakt knüpfen einfach nicht in der Lage. Ich muss, so scheint es mir dann, jedes Mal der Meinung sein, aus Gesprächen einen konkreten Vorteil für mich beziehen zu können. Wenn ich das Gespräch halt verstehe, was in letzter Zeit immer seltener vorkommt.

Frage: Wieso sollte ich also mein tristes Dasein fortsetzen und weiterhin vergeblich versuchen in meinem schreibwerkstättlichen Heimatkaff einen Freundeskreis und andere zwischenmenschliche Verkorkstheiten aufzubauen?

Antwort: Weil mir dabei ja noch viel gute Literatur einfallen wird, umso mehr, je öfter ich menschlich enttäuscht werde! Aber ich sollte damit jedenfalls in meinem Hauptaufenthaltsort niemals erfolgreich sein, da Erfolge im zwischenmenschlichen Beziehungswettbewerb nicht sehr förderlich für meine Kreativität wäre.

Fuck! Jetzt lässt sich wieder einmal gut erkennen, dass ich erbärmliche Kreatur mein Publikum oft zu psychotherapeutischen Zwecken missbrauche. Und wenn ich eben keinen konkreten Nutzen für mich in meinen Wortmeldungen zu erkennen glaube, bin ich lieber still!

https://theaterderaggressionen.wordpress.com


Concerning Violence

Posted: February 2nd, 2015 | Author: | Filed under: colonialism, kunst + kultur, racism | Comments Off on Concerning Violence

Einer Aufarbeitung der gruseligen Geschichte Europas.

sehenswert

“This world divided into compartments, this world cut
in two is inhabited by two different species. The originality of the colonial context is that economic reality, inequality, and the immense difference of ways of life never come to mask the human realities. When you examine at close quarters the colonial context, it is evident that what parcels out the world is to begin with the fact of belonging to or not belonging to a given race, a given species. In the colonies the economic substructure is also a superstructure. The cause is the consequence; you are rich because you are white, you are white because you are rich.”

Frantz Fanons


Lampedusa ist überall

Posted: February 2nd, 2015 | Author: | Filed under: General | Comments Off on Lampedusa ist überall


Wenn ich hör’ wie die Menschen hier reden
wird mir schlecht und ich muss mich übergeben.
Wenn ich hör wie die Menschen hier reden
wird mir schlecht und ich muss mich für sie schämen.
Denn dort draußen sterben Kinder und Frauen.

http://ruegencore.bandcamp.com/track/lampedusa-blues

 


Kurzbeschreibung des Projektes

Posted: January 31st, 2015 | Author: | Filed under: General | Comments Off on Kurzbeschreibung des Projektes

4 Vorträge 4 Workshops 4 Magazin-ausgaben

In vier verschiedenen Veranstaltungsreihen wird sich (d)Ort mit den Themen Rassismus, Sexismus, Diskriminierung von Menschem mit Beeinträchtigung, sowie dem sogenannten “ lookism“ beschäftigen. Für jeder dieser Themenbereiche werden 2 tägige Veranstaltungsreihen, bestenfalls pro Quartal durchgeführt.
Jede dieser Veranstaltungsreihen wird von einem Magazin flankiert, welches die Veranstaltungsreihe dokumentieren soll und eine Plattform bietet, die in den Workshops der Veranstaltungsreihen entstandenen Kunstwerke zu präsentieren. Ziel des Projekts ist es, Menschen auf der Basis einer gestärkten Ich- und Bezugsgruppen-Identität zu ermöglichen, aktiv und bewusst Erfahrungen mit Menschen zu machen, die anders aussehen und sich anders verhalten als sie selbst, so dass sie sich mit ihnen wohl fühlen und Empathie entwickeln können.
Eine kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Einseitigkeiten und Diskriminierung heißt auch, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, um sich darüber verständigen zu können, was fair und was unfair ist. (d)Ort soll die TeilnehmerInnen ermutigen, sich aktiv und gemeinsam mit anderen für Gerechtigkeit einzusetzen und sich gegen einseitige oder diskriminierende Verhaltensweisen zur Wehr zu setzen, die gegen sie selbst oder gegen andere gerichtet sind.


work in progress

Posted: January 31st, 2015 | Author: | Filed under: General | Comments Off on work in progress

bald mehr info


wieso (d) ort

Posted: January 31st, 2015 | Author: | Filed under: General | Comments Off on wieso (d) ort

Als Studentin mit dunkler Hautfarbe ist man die Frage, „Woher kommst du ursprünglich?“, gewohnt.

Auch der irritierte Blick nach der Antwort: „Aus Italien.“ Für die meisten ist es noch unvorstellbar dass im Jahr 2014 Italienerinnen mit schwarzer Hautfarbe gibt! Auch ist das Wort „Neger“ für viele immer noch die gängige Bezeichnung für Menschen mit dunkler Hautfarbe.

Aber nicht nur Menschen mit einer anderen Hautfarbe haben mit Diskriminierung im Alltag zu kämpfen und nicht immer wird auf die Bedürfnisse dieser Menschen ausreichend Rücksicht genommen. Was heisst es, nicht gehen zu können? Wie erlebt man Innsbruck als Rollstuhlfahrer, als Blinde, als Ausländer, als Homosexuelle?

Die Selbst-Betroffenheit fungiert als Motiv zur Erarbeitung dieses Projekts.